Krise

„Eine Krise ist ein gewalttätiger Angriff auf den Normalzustand. Für einen solchen lässt sich kaum je planen oder lassen sich Vorkehrungen treffen. Und die Krise bietet weder eine zweite Chance, noch kann mit ihr verhandelt werden. Alles geschieht hier und jetzt; den Takt gibt die krisenhafte Entwicklung selbst vor. Ihr zu begegnen – sie zu bekämpfen –, verlangt deshalb Schnelligkeit, Improvisationsvermögen, Koordination, eine hierarchische Befehlskette und klar definierte Zuständigkeiten. Denn eine Krise ist ein Zustand, in dem, genau wie im Krieg, Entscheidungen sofort getroffen und auf Basis unvollständigen und ungesicherten Wissens überprüft werden müssen.“

Richard Swartz

Das nennt man ohne Scham und Schande…

Ich will mich nicht über die Schreiberin stellen. Ich kenne Ihren Hintergrund nicht. Die Verkäuferin in dem Moment wo ich da war war noch recht jung. Ihre Sprache passte zu “genehmigt”. Warum mir das Zitat so treffend erscheint: die alte Volksschule hatte das Ziel eine sichere Beherrschung der deutschen Sprache zu vermitteln, unabhängig von der Herkunft. Unsere jetzigen Schulen vermitteln dies und das und insbesondere ein gesellschaftskritisches Bewusstsein aber offenbar nicht mehr die Grundlagen. In einer Zeit in der Kollege Roboter die einfachen Jobs überflüssig macht kommt der Bildung der Unterschicht besondere Bedeutung zu. Denn nur wenn sie über ihr Herkommen hinauswachsen werden sie zukünftig mit ihrer eigenen Hände Arbeit ihr Brot verdienen können. Dort sehe ich eher unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe als das dritte Geschlecht einzuführen.