1. Die Bruchzeichen der Jäger – Richtungs- und Gefahrenbruch

Auf der Jagd besteht vielfältig die Notwendigkeit zwischen Jägern/mit Jagdgehilfen oder anderen Personen zu kommunizieren. Das Wissen um den Bruch gehört zum jagdlichen Brauchtum da es sich in Jahrhunderten entwickelt hat.

Der Gefahrenbruch

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Zeichen im Wald

Wir alle die wir uns im Wald bewegen möchten uns ohne moderne Kommunikationsmittel mit Kameraden die nachfolgen oder einfachen anderen die im Wald unterwegs sind verständigen können, um z.B. vor einer Gefahr warnen. Es sind schon viele Systeme ausgedacht worden – und auch wieder verloren gegangen. Einige haben überdauert, z.B. die Wegezeichen der Pfadfinder, die Bruchzeichen der Jäger, Gaunerzinken des fahrenden Volks und nicht zuletzt taktische Zeichen des Militär.

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Prepper – alles Nazis?

Kerzenlicht

 

Folgender Artikel der „Welt“ hat mich ziemlich aufgeregt:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article175627890/Bundeswehr-Franco-A-die-Prepper-und-der-KSK-Soldat.html

Zitat:

„Bei Preppern handelt es sich um Menschen, die glauben, dass durch Finanzkrisen, Terror, Masseneinwanderung oder Seuchen ein Ende der derzeitigen Gesellschaft kurz bevorstehe. Und die sich dafür rüsten. Indem sie Lebensmittel horten, Batterien, Generatoren, Medikamente – oder auch Waffen. Viele Prepper gelten als eher harmlos. Andere wiederum befürchten offenbar nicht nur einen Zusammenbruch der Staatlichkeit, sondern sehnen sich geradezu bürgerkriegsähnliche Zustände herbei. Das Gedankengut der Szene reicht von wirrer Endzeitstimmung bis hin zu offenem Extremismus.“

Krisenvorsorge wird hier diffamiert. Es kann nicht bestritten werden das es Wirrköpfe und politisch extrem eingestellte Menschen in der Szene gibt, aber der Kerngedanke ist richtig,wichtig und hat nichts mit wirrer Endzeitstimmung zu tun! Unsere technische Hochzivilisation ist empfindlicher, verletzlicher als je eine Hochzivilisation. Zugleich sind die Kräfte die dem entgegen wirken können in den letzten 25 Jahren erheblich geschwächt worden.

Reini Rossmann hat den schönen Begriff der konstruktiven Paranoia geprägt. Ich für meinen Teil glaube, dass ein 10-14 tägiger  Ausfall von Wasser, Strom, Heizung  und Nahrungsmittelversorgung (aus Wettergründen, technischer Katastrophe o.ä) realistisch ist, d.h. das die Eintrittswahrscheinlichkeit hinreichend hoch ist um eine Vorsorge zu rechtfertigen. Was darüber hinaus sinnvoll ist muss jeder mit sich selbst abmachen.

Für alle  die sich sachlich informieren wollen, hier eine Linksammlung zu lesen/sehen und selber darüber nachdenken!

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/szene-deutschland-prepper-leben-fuer-den-ernstfall-102.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/deutschland-ist-unzureichend-auf-katastrophen-vorbereitet-15484201.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/der-moderne-krieg-wir-muessen-vorbereitet-sein-15548472.html

https://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/VorsorgefuerdenKat-fall_Einstieg.html

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https://www.youtube.com/watch?v=mGUZF5-Ph7s&t=2s

 

Ein Beispiel wie man es nicht wandern gehen sollte…

Seht Euch das Video an und lest dann bitte weiter!

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https://www.youtube.com/watch?v=3DjPE6gsIGw&t=1s

Der Fall ist natürlich tragisch – den realistischerweise gibt es nur noch Überlebendschancen die mit „Wunder“ und „Fügung“ zutreffend beschrieben sind. Er ist aber auch ein Lehrbuchbeispiel wie man nicht wandern gehen sollte.

Meine Kritikpunkte im Einzelnen:

  1. 19.02.18 – zu diesem Zeitpunkt war starker Wind und in der Mittelfristprognose ein Kälteeinbruch (der dann bis in den zweistelligen Minusbereich ging) vorher gesagt. Es war leichtfertig bei diesen Wetterprognosen loszuziehen! Das gilt auch als erfahrener „Outdoorer“!!! Oder hat er die Prognose gar nicht gecheckt?
  2. Abseits der Wege zu gehen ist schön – birgt aber die Gefahr im Falle von Problemen garantiert ohne Hilfe zu sein. Zusammen mit Jahreszeit und Wetterprognose ein „no go“.
  3. Selbst in der touristischten Gegend sollte man immer hinterlassen: Wo gehe ich hin?, Welchen Weg habe ich vor zu nehme ? Wann will ich zurück sein? Wann soll Hilfe alarmiert werden? Bei mehrtägigen Touren sind Checkpoints sinnvoll. Als Zwischenziele (z.B. Gaststätten) von denen ich mich aus telefonisch melde. Das verkürzt die Zeit die ich im „Busch liege und auf Hilfe warte“. Mit Erfahrung sind auch 2-3 Tage mit großer Bewegungseinschränkung bei guter Ausrüstung (die ich mal unterstelle) zu überstehen. Weiterhin, neben der zeitlichen die räumliche, je größer der Suchberreich desto geringer die Chance diesen wirklich gründlich abzusuchen. alle vier W hat Jos Brech mißachtet.
  4. Ungewöhnliche – so nenne ich es mal – Touren gehe ich nicht alleine, damit jemand Hilfe holt wenn was passiert.

Fazit: leider wird man – fürchte ich – irgendwann nur seine Leiche finden. Ich hoffe für die Angehörigen auf ein Wunder, der Verstand spricht dagegen.