7 vs wild

„Nicht der Kritiker zählt; nicht derjenige, der darauf aufmerksam macht, wie der Starke fällt oder wo der, der anpackt, es besser hätte machen können. Die Anerkennung gebührt dem, der tatsächlich in der Arena steht, dessen Gesicht staubig und verschwitzt und voller Blut ist; der sich wacker bemüht; der sich irrt, der wieder und wieder scheitert, weil es kein Bemühen ohne Fehler und Schwächen gibt; aber der sich tatsächlich bemüht, Taten zu vollbringen; der großartige Begeisterung, großartige Hingabe kennt; der seine Kraft auf eine ehrenwerte Sache verwendet; der im besten Falle am Ende den Triumph einer großen Leistung kennt und der, im schlimmsten Falle, sollte er scheitern, zumindest bei einem kühnen Versuch scheitert, so dass sein Platz nie bei den kalten und furchtsamen Seelen ist, die weder Sieg noch Niederlage kennen.“

Vorab – das ist mir wichtig – das obige Zitat gilt uneingeschränkt.  Der Beifall gebührt den Kandidaten von „7 vs. Wild“!

Reality TV ist nicht meins. Ob Survival Duo oder gar“ Nackend Survival“, es hat nichts mit Realität zu tun, dafür viel mit Show. Entsprechend skeptisch war ich als Fritz Meinecke (Vollzeit Influencer und Youtuber) “7 vs. wild” ankündigte. Nicht meins, war meine Einschätzung. Eigentlich wollte ich „7 vs wild“ nicht schauen und schon garnicht kommentieren. Nun tue ich beides. Das Schauen hat den Grund: urteilen ohne sich selbst wirklich damit auseinandergesetzt haben geht nicht. Das kommentieren? Nun es gibt schon in Teil 2 Ereignisse, von denen man lernen kann. Hier gibt es keine Künstlichkeit wie bei diversen DMAX Sendungen. Entsprechend gibt es auch Erkenntnisgewinn.

Kurz zum Konzept: 7 Kandidaten werden in der schwedischen Wildnis ausgesetzt und müssen 7 Tage überleben. Dabei haben sie 7 Gegenstände ihrer Wahl und die Kleidung auf dem Körper. (wobei es bezüglich der Gegenstände ein paar Regeln gibt). In den 7 Tagen müssen Sie Aufgaben lösen. Sogenannte Challenges. Wer am Ende noch dabei ist und die meisten Punkte gesammelt hat ist Gewinner. Es filmt kein Kamerateam, sondern die Kandidaten sich selbst. Jeder ist isoliert auf sich selbst gestellt, filmt und spricht in die Kamera was er gerade tut, denkt und fühlt. Das schafft eine Authentizität die „7 vs. wild“ deutlich von den schon angesprochen anderen Formaten unterscheidet. Klar der Schnitt ist dann Auswahl.

Was sind nun die Ereignisse, die mich dazu gebracht haben, anders über die Sendung zu denken?

Zum einen: ich bin ins Nachdenken gekommen, wie ich es machen würde. Zum anderen zwei Ereignisse der zweiten Sendung, wo eindrücklich gezeigt wurde was Fehler bedeuten. Ich wusste das man das nicht so macht, ich wußte es irgendwo im Hinterkopf, aber hatte es nicht als Handlungswissen parat.

  1. Ausgesetzt über Wasser

Die Kandidaten werden in der Sendung an ihrem Spot ausgesetzt. Dazu müssen sie von einem Boot ins Wasser und die letzten 100m schwimmen. Mit dabei: ihr Kanusack mit den Sachen und der Ausrüstung. Auf den Kanusack hier Drybag genannt, legst Du Dich nicht Du schmeißt ihn nicht irgendwie ins Wasser, sondern wie auch das BW Ponchopaket gleitet es sanft ins Wasser und Du achtest tunlichst darauf das der Verschluss nicht unter Wasser kommt. Das haben nicht alle getan und entsprechend starten einige der Kandidaten mit nassen Sachen.

2. Der morsche Baum

Niklas on fire – einer der Teilnehmer – ist ein Teil eines morschen Baumes auf den Kopf gefallen. Ursache er hat so lange an dem Baum gerüttelt, bis das obere Stück abgebrochen ist. Was Niklas on Fire gemacht hat ist einfach nur dumm, Totholz heißt nicht umsonst im Jargon der Outdoorer „Witwenmacher“. Es passierte garnicht selten das Du, wenn du an so einem Teil rüttelst es den oberen Teil abbricht und der Dir auf den Kopf fällt. Diesen Hinweis habe ich schon oft bekommen, anderen gegeben und versucht zu beherzigen. Niklas ist zum Glück nichts Schlimmes passiert. Eine eindrucksvolle Ermahnung war es für mich trotzdem.

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https://www.youtube.com/watch?v=f08GWiVNJEI

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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