Äquinoktialstürme

Eben habe ich mir im Internet das Wetter von morgen angesehen. Übermorgen wird ein Temperatursturz und Sturm erwartet. Der Moderator faselte von Klimaerwärmung und das alles schlimmer wird.

Daher hier eine Klarstellung für alle Interessierten: Stürme um die Tag-undNachtgleichen herum sind normal, erwartbar und ein altes Phänomen.

Vermutlich als Folge der veränderten Sonneneinstrahlung verschieben sich die Jetstreams, je schnellen Luftmassen die Warm- und Kaltluft trennen um den Zeitpunkt der Tag- und Nachtgleichen. Dabei vermischt/überlagert sich kalte- und warme Luft. Die Zyklogenese beginnt. Im Herbst ist diese stärker weil kalte Polarluft über tropisch aufgeheiztes Wasser strömt. (Ich gehe jetzt hier nicht auf die Zyklogenese ein dazu gibt es genügend gute Videos im Internet.) Ursache ist also die Ekliptik. Das Ergebnis ein stürmisches oftmals regenreiches Wetter. Das hat nichts mit Klimaerwärumung etc. zu tun.

Ich will noch ein literarisches Beispiel dafür, dass diese Stürme bereits früher stark waren anführen. Die Erzählung „Fünf Apfelsinenkerne“von Arthur Conan Doyle endet wie folgt:

„Die Aequinoktalstürme waren in diesem Jahr besonders heftig und unheilvoll. Vergeblich warteten wir lange Zeit auf Nachrichten über den ›Lone Star‹ aus Savannah.

Endlich hörten wir, daß irgendwo, weit draußen im Atlantischen Ozean, ein zerbrochener Hintersteven mit den Buchstaben L. S. gezeichnet, den die Wogen umhertrieben, aufgefunden wurde, – Das ist alles, was je vom Schicksal des ›Lone Star‹ zu uns gedrungen ist.

Wer neugierig geworden ist, der kann diese  Erzählung hier:

http://gutenberg.spiegel.de/buch/-5899/2

nachlesen.

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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