Äteius

Ich habe dieses Bild aus einer russischen Bilddatenbank, dort steht das es lizenzfrei genutzt werden kann. Im deutschen Internet taucht es unter “Wikipedia Commens free” auf. Ich bin skeptisch. Daher: sollte jemand Rechte an dem Bild besitzen bitte ich denjenigen sich mit mir wegen des Rechts zur Nutzung in Verbindung zu setzen.

Ein britisch-römischer Sang (A.D. 406)

Mein Vatersvater sah es nicht,

Ich selber seines Sohnes Sohn,

Erblicke niemals wohl das Licht

Des heiligen Rom!

 

Gekrönt von Zeit und Macht und Kunst

Du Stadt aus deren Mutterschoß

Durch Menschenkraft und Göttergunst

Ein Reich entsproß!

 

Und neue Brut aus deiner Brut

Die zu Dir steht in Not und Tod

Dreifach gehämmert in der Glut

Von Roms Gebot.

 

Du Herz das dreifach Erz umschließt,

O Herz des Reiches, schlag stark und gut,

Denn uns die Söhne Roms, durchfließt,

Dein Lebensblut

 

Wir lieben dich, wir brauchen dich,

die wir den sieben Hügeln fern,

Behütet – seis auch gegen dich !-

Imperiums Stern!

Rudyard Kipling

Kipling spielt hier auf das Gallische Sonderreich und Konstantin an,  aber es passt in die Zeit von der ich erzählen will…

Der Mann über den ich heute sprechen will wurde im Herbst geboren, irgendwann im Herbst 390 oder oder 391. Ermordet wurde er von seinem Kaiser am 21. oder 22. September 451. Manchem gilt er als der letzte Römer. Das ist vielleicht unrecht getan gegenüber den vielen Namenslosen, aber der Letzte der versuchte Westrom zusammenzuhalten war Heermeister Flavius Aëtius allemal. Sein Leben ist voller abenteuerlicher Wendungen, Hunnengeisel, erfolgreicher Heerführer eines Gegenkaisers als dieser bereits hingerichtet war, verheiratet mit der Tochter des Westgotenkönigs und fast Schwager des römischen Kaisers. Sieger über Attila auf den katalaunischen Feldern zudem.

Wer jetzt neugierig geworden ist, dem empfehle ich Gregor von Tours “Zehn Bücher Geschichte”. Ihm lagen noch die (heute verlorenen) Schriften der Zeitgenossen von Aëtius vor. Ich will nachfolgend nur ein paar Aspekte rausgreifen die mir erzählenswert erscheinen.

Das was mich an Aëtius fasziniert ist – neben dem letzten Römer – das er verbunden ist mit der Niebelungensage, vielleicht sogar sein Leben zum Teil das ursprüngliche Vorbild war. .

Seine hunnischen Hilfstruppen waren es die das Burgunderreich in Worms vernichteten. (Nachdem die Burgunder versucht hatten sich im Größenwahn die Provinz Belgia einzuverleiben). Die  Burgunder waren Förderaten, d.h. Verbündete denen Rom Land überlassen hatte und die dafür die Grenze verteidigen sollten .

Eine kleine Abschweifung: manchmal wirkten die Förderaten bis ins Mittelalter nach, die Stammburg der Zähringer in Südbaden war ursprünglich eine römische Befestigung zur Kontrolle der Wege von der Rheinebene zu den Schwarzwaldpässen. Diese wurde im spätrömischer Zeit  einem Förderaten überlassen. Aus dem sich wahrscheinlich das Geschlecht der Zähringer entwickelte.

Im Gegensatz zur Sage siedelte Aëtius aber die überlebenden  Burgunder im Rhonetal an.

Die Schlacht auf den katalaunischen Feldern ging als Etzelschlacht in die Sage ein. Honoria – die Schwester des Kaisers-  versprach Attila ihre Hand wenn er Aëtius vernichtet, denn der hatte ihren Mann getötet als er Verrat übte. Wer denkt da nicht an Krimhild?

Soweit die Schriften seiner Zeitgenossen überlebt haben zeichnen sie das Bild eines Mannes der bereit war die Fremden die bereit waren sich zu integrieren zum Teil des römischen Reiches zu machen und jene die dem Reich nichts gutes wollten energisch bekämpfte. Genau der Tatendrang wurde ihm zum Verhängnis. Man hinterbrachte dem Kaiser Valentinian er wolle ihm stürtzen und selber Kaiser werden. Da aber Aëtius in hohem Ansehen stand beschloss der Kaiser ihn nicht durch die Prätorianer töten zu lassen sondern zog als Aëtius bei ihm war Rechenschaft zu geben überrschend ein Schwert und durchbohrte den fassungslos und starr vor Erstaunen stehenden.

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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