Macdonough’s Song

Thomas Macdonough – Bild von Gilbert Stuart -National Gallery of Art, Washington, D.C., USA

Das nachfolgende Gedicht von Rudyard Kipling ist recht unbekannt.
An die Zeilen: „But Holy State (we have lived to learn) Endeth in Holy War.“ (Aber Heilige Staaten – wie wir lernten- enden im Heiligen Krieg) erinnere ich mich oft wenn ich Zeitung lese. Deswegen sei es hier in voller Länge zitiert. „Macdonough’s Song“ weiterlesen

The Prisoner of Chillon

Künstlerpostkarte von Splitgerber – ohne Titel

Mir fiel ein Konvolut Künstlerpostkarten in die Hand. Darunter die oben stehende Karte, welche mich sofort an Chillon am Genfer See erinnerte (auch wenn es definitiv nicht Château de Chillon ist). Und natürlich an das Gedicht von Byron! Für alle die das schöne (und lange ) Gedicht nicht kennen seien hier die ersten Verse auf deutsch und englisch zitiert. „The Prisoner of Chillon“ weiterlesen

Ein Gedicht zum Ende des Sommers

Die Tage haben schon eine Ahnung des Herbstes und in den Morgenstunden schwingt bereits die Wehmuth des Abschiedes mit. Noch ist es warm. Noch!

 


Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Aus: Das Buch der Bilder