“Dem Ersten den Tod, dem Zweiten die Not, dem Dritten das Brot”

“Rodung” aus dem Totentanz von Hans Holbein d.J.

Heute kam die Mitteilung das der „Historische Besiedlerzug A.D 1156 auch 2021 höchstwahrscheinlich nicht stattfinden wird. Daher will ich heute mit diesem kleinen Artikel an die hochmittelalterliche Besiedlung erinnern. „“Dem Ersten den Tod, dem Zweiten die Not, dem Dritten das Brot”“ weiterlesen

Von einem Dorf das eine Stadt werden sollte

Freibank in Naustadt

Naustadt ist ein Dorf im Hochland unweit von Meißen. In der Dorfmitte steht die liebevoll restaurierte Freibank. Die Freibank hat mich zu dem nachfolgenden Beitrag animiert. Freibänke sind die Bänke (Tische) wo nicht zunftgebundene Fleischer ihre Ware vertrieben. In der Regel war ihnen nur gestattet mit minderwertigem Fleische zu handeln. Oft war es Fleisch, das von notgeschlachteten oder verendeten Tieren stammte. Damit standen sie nahe am Abdecker (meist ein Gehilfe des Scharfrichters) und waren damit nicht ehrbar, was wiederum bedeutete sie konnten nicht Zünftige (also Mitglied einer Zunft) sein. Freibankfleischer erfüllten eine wichtige Funktion für die Versorgung der untersten Schicht der Bevölkerung mit Fleisch. Wie stark die Verbindung zum Abdecker war ist regional unterschiedlich gewesen. (Und ich kenne dazu auch keine vergleichende Abhandlung aus der mehr herauszulesen wäre.) Sie waren jedoch – soweit ich es überblicke – nie so ehrlos das sie nur außerhalb der Stadt geduldet wurden. Aber – und das ist hier wichtig- Freibänke sind eine zutiefst städtische Angelegenheit, den nur wo es zünftige Fleischbänke gab, ergibt die Trennung in Zünftige und Freie Sinn. Und das führt uns zur städtischen Geschichte des Dorfes Naustadt

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