Einige Worte zur Weide

Dieser Rückschnitt erfolgte relativ spät. 5-8 Jahre früher wäre besser gewesen.

Anlaß zu diesem Beitrag ist die Diskussion zu dem Rückschnitt zweier Weiden im Titelbild. „Baumfrevel“ war da noch eine milde Vokabel der regelmäßigen Spaziergänger. Diese können für Ihre Meinung auch einen prominenten Fürsprecher anführen:

„Ist schlimm genug, dass so oft Bäume, die wirklich auf große Schönheit Anspruch machen können, durch Menschenhände und ewiges Behauen ganz um ihren freien und großartigen Wuchs gebracht werden. So ergeht es zum Beispiel den Weiden. Sie werden, wenn man sie frei und ungehindert wachsen lässt zu starken, hohen und malerischen Bäumen.“

Wilhelm von Humboldt

Man kann durchaus dazu eine Gegenmeinung vertreten. „Einige Worte zur Weide“ weiterlesen

Die europäische Eibe (Taxus baccata)

Eibenwald – Künstlerpostkarte erste Hälfte des 20.Jh.

Der in Gärten und Parks beliebte immergrüne Nadelbaum ist als sehr stark giftig in allen Teilen eingestuft. Nur der leuchtend rote, fleischige Samenmantel, der den giftigen Samenkern umhüllt, ist ungiftig. Da er süßlich schmeckt, stellt er eine gefährliche Verlockung für neugierige Kinder dar. „Die europäische Eibe (Taxus baccata)“ weiterlesen

Grünlandthemperatursumme

Über den Phänologischen Kalender habe ich schon an anderer Stelle geschrieben. Nun bin ich über die Grünlandthemperatursumme (was für ein Wortungetüm!) gestolpert . Vereinfacht gesagt sind das die gewichteten und aufsummierten positiven mittleren Tagestemperaturen. Erreicht dieser Wert 200 Grad beginnt im Frühjahr die Pflanzenwelt zu erwachen. Doch was ist der Hintergrund?

Stickstoff ist der wichtigste Baustein pflanzlichen Lebens. Er wird in der Regel durch Verrotten von Pflanzen natürlich erzeugt. Mineralisation nennt man diesen Prozess. Jedoch nur wenn der Boden ausreichend warm ist beginnt der Prozess zu laufen. +6 Grad dauerhafte Bodentemperatur sind ungefähr die Grenze ab wo Mikroorganismen beginnen das alte Pflanzenmaterial zu zersetzen. Und erreicht die Grünlandthemperatursumme 200 Grad ist dies meist gegeben und somit beginnt die Vegitationsperiode.

Wildernde Katzen

Mit freundlicher Genehmigung von Natalie Derevyanko

Als 2015 in NRW das Jagdgesetz geändert wurde und der Abschuss von wildernde Hauskatzen (eine Hauskatze ist wildernd wenn sie im Jagdbezirk – je nach Bundesland-  zwischen 150 und 500 Meter von einem Haus entfernt angetroffen wird) verboten wurde habe ich mich mächtig darüber aufgeregt. Wildernde Katzen gefährden das Niederwild. Logisch! Bekannt! Wie kann man nur! Das war die erste Aufregung. Dann kam das Nachdenken, klar die Jagd Literatur sieht es so, aber was habe ich an Basisfakten? „Wildernde Katzen“ weiterlesen

Und Judas ging hin und erhängte sich Teil III

Sambucus nicra “Black Beauty”

Ich hatte letztes Jahr begonnen eine Serie über den Holunder zu schreiben.  All die Veränderungen bei mir ließen die Feder stocken. Nun drängt es mich doch weiterzuschreiben. „Und Judas ging hin und erhängte sich Teil III“ weiterlesen