Die Präsidenten der USA in Lebensbildern

Das Buch das ich Euch heute vorstelle habe ich mir gekauft, als ich merkte das ich nicht in Lage war die zehn wichtigsten Präsidenten der Vereinigtenstaaten von Nordamerlika zu benennen. Das Buch ist gebraucht für unter 10 EUR erhältlich.

Gegenstand des Buches ist – wie der Titel schon sagt – kurze biographische Abrisse der Präsidenten der USA von Gerorg Washington bis Georg W Bush. Das Buch ist übersichtlich durch ein Stichwortverzeichnis und ein Inhaltsverzeichnis gegliedert. Hervorzuheben ist das Glossar zu Begriffen imit Bezug zur Verfassung der USA. Das hilft manche Debatte verstehen. Am Ende eines jeden Lebensbildes findet man Quellen und Literaturangaben. Beides in gebotener Kürze (da es ein populärwissenschaftliches Buch im besten Sinne ist). Am Ende des Buches gibt es dann ausgiebige Hinweise zur weiterführender Literatur Hervorheben möchte ich, dass bereits im Vorwort die umfangreichen Quellen zu den Präsidenten der USA im Internet angegeben sind.(Vom Weißen Haus selbst über die Nationalbibliothek bis hin zu den Stiftungen der Präsidenten gibt es im Internet umfangreiches seriöses Material auf das verwiesen wird. Es ist hilfreich vertiefend beim lesen des Buches einen Blick darauf zu werfen. Bei Themen mit Bezug zu Deutschland wird oft auf das Deutsche Historische Institut in Woshington verlinkt. Dort finden sich oft Übersetzungen und Erklärungen. Das Buch ist in einem flüssigen Stil geschrieben.

Dem Buch verdanke ich die Erkenntnis das der Konflikt den wir heute in der Ära Trump wahrnehmen ein ganz alter ist. Der Konflikt zwischen urbanen Eliten und den Farmern, Handwerkern und Bewohnern der Back Countys prägte bereits die Zeit der ersten Präsidenten. Washinton als Vertreter der urbanen Eliten und Jefferson als Vertreter des einfachen, ländlichen Volkes sei dafür beispielhaft genannt.

Souverän geht das Buch mit schwierigen Themen um. Zum Beispiel Franklin D Roosevelt und seine Sicht auf die Sowjetunion oder Engagement der USA auf seitens der Sowjetunion und England vor dem Kriegseintritt. Fakten werden benannt, Kontroversen kurz skizziert – eine Wertung unterbleibt.

Einen besonderen Mehrwert haben die – weiter oben angesprochenen Internetquellen erbracht. Wir reden über Präsident Truman.

Nachfolgende Selbstaussage findet sich zu Stalin (Widergabe sinngemäß und gekürzt):

Als er Stalin in Potsdam (nach dem überraschenden Tod von
Roosevelts war Truman nur seit wenige Wochen im Amt) erlebt hätte, wäre er mißtrauisch geworden. Er hätte nicht sofort reagieren können, da er in ein Geflecht von Absprachen und Verbindlichkeiten seines Vorgängers eingebunden gewesen sei. Das zu zerreißen die Handlungsfähigkeit der USA zu riskieren bedeutet hätte.

Er entließ nachder Konferenz von Potsdam die der Sowjetunion wohlgesonenen Berater z.B. Morgenthau und Ickes.

Ich frage mich wer hat (und mit welchem Hintergedanken) das Narrative der USA die sich in Potsdam leicht von Stalin überrumpelt hat lassen in die Welt gesetzt? Die Quellen sprechen eine andere Sprache.

Zurück zum Buch: es bietet manigfaltige Anregungen zum Weiterlesen, aber auch zum Verständnis der USA. Z.B gilt es in keinster Weise als anrüchig wenn ein Präsident Männer und Frauen mit Kontakt zu den führenden Wirtschaftsunternehmen in das Kabinett beruft. Das Gegenteil ist die Ausnahme. Hier schimmert ein anderes Staatsverständnis durch. Zu diesem Verständnis gehört aber auch die beiden Zitate von Jefferson (der die Unabhängigkeitserklärung formuliert hat und 3. Präsident war):

„Ich glaube, dass ab und zu ein kleiner Aufstand sein Gutes hat, er ist in der Politik genauso nötig wie ein Gewitter in der Natur.“

„Der Baum der Freiheit muß von Zeit zu Zeit mit dem Blut der Patrioten und der Tyrannen begossen werden. Dies ist der Freiheit natürlicher Dünger.“

Ich mach es kurz – viel Spaß beim selber lesen!

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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