Distel, Klette und Wilde Karde

Bei einem Nachmittagsspaziergang habe ich erfahren, dass viele Menschen Distel, Große Klette und Wilde Karde nicht auseinander halten können. Nun ist es so das man – bei oberflächlicher Betrachtung der Blüten – durchaus die Disteln und die Große Klette miteinander verwechseln könnte. Das Blattwerk ist jedoch verschieden. Disteln – es gibt verschiedene Arten von Disteln, die sich auch wieder durch das Blattwerk unterscheiden, deswegen habe ich in den Vergleich die Wolldistel und die Ackerdistel aufgenommen. Die Wilde Karde ist so markant, das sie eigentlich nicht mit der Großen Klette und Disteln verwechselt werden kann. In dem in dem Slider unten habe ich Auszüge aus Bildern alter Pflanzenbücher mit Fotos von mir kombiniert. Wie gesagt: man achte auf die Blätter!

 

  • Wolldistel und Ackerdistel im direkten Vergleich (Ausschnitt aus einer Farbtafel von Thome 1886)

Ein Wort noch zur Wolldistel: anders als Wikipedia behauptet, hat ihr Name nichts mit dem weißen Flaum ihrer Blüten (und der Ähnlichkeit mit Baumwolle)  zu tun. In der Kräuterbuches von Lonicerergangenheit wurden bei der Herstellung verfilzter (und daher sehr warmer) Wollstoffe, die Oberflächen durch schlagen mit Zweigen dieser  Distel aufgerauht. Noch heute tut man das bei hochwertigem Loden. Schon das Kräuterbuch von von Lonicer 1580 (als Digitalisat der Bayrischen Staatsbibliothek im Internet einsehbar) kennt die Wolldistel.

Disteln sind uns Menschen in vielerlei Hinsicht nützlich: zum Färben von Sachen, als Heilpflanze oder zur Ölgewinnung.

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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