Eine pfiffige Idee

Ich möchte Euch heute einen wahrhaft gelungenen Gegenstand für die Notfallausrüstung vorstellen: Einen Poncho aus dem Material einer Rettungsdecke.

Survival Poncho

Anmerkung 26.02.17: Es gibt diesen Poncho auch bei anderen Ausrüstern (Dank an AD für den Hinweis) zu teilweise deutlich günstigeren Preisen.

Rettungsdecken besteht aus zwei Lagen dünner aber reißfester (das stimmt nicht ganz..) Metallfolie und soll vor Kälte und Wind schützen. Im Prinzip funktioniert das sehr gut da die Metallfolie die Infrarotstrahlung zu 98% reflektiert und – da luftdicht – den Wärmeaustausch unterbindet. Über das Prinzip ist im Internet und auf Youtube eine Menge zu finden, daher nicht mehr zum Funktionsprinzip von mir.  Das Problem ist, das der Wind unter die Decke fährt und diese – sehr leichte Decke –  problemlos anhebt bzw. die Decke arg zerfleddert wird beim Versuch diese festzuhalten.

Ein pfiffiger Österreicher hat aus einer Rettungsdecke einen Poncho geschneidert, den ich in den letzten Tagen bei Starkwind getestet habe. Er hat den Wind gut Stand gehalten, mich zuverlässig gewärmt und vor dem Regen von mich geschützt,Ich bin ehrlicherweise von der Qualität überrascht worden! Klar ist es kein Ersatz für einen richtigen Outdoorponcho. Aber ein Gewicht von 28 g und ein Packmass von:
95*70*20 mm macht es möglich es als Notfallausrüstung immer mit sich zu führen.

Die IR Reflektion hat noch einen weiteren Vorteil: man ist sogut wie nicht (im schlimmsten der denkbaren Fälle) mit IR basierten Nachtsichtgeräten zu orten!

Also – meine Meinung – der Poncho gehört in jeden Rucksack/Tasche im täglichen Einsatz. Für Wanderungen sollte man aber trotzdem nicht auf den klassischen Poncho verzichten, den der Rettungsdeckenponcho ist ein Einwegartikel!

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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