Einige Informationen zur Haselnuss

Alte Ansichtskarte ohne Angabe des Künstlers (von mir bearbeitet)

Ich will hier kein Pflanzenportät schreiben. Trotzdem gibt es einige interessante Informationen.

Wußtet Ihr:

  •  das mit drei Doppelhänden (beide Hände zum Körpchen zusammengefügt) gerösteter Haselnüsse der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Kalorien abgedeckt ist?
  • die Haselnuss zu den ersten Sträuchern in der Kältesteppe am Ende der letzten Eiszeit gehört?

 

  • untrennbar zu letzem Anstrich gehört, der scherzhafte, Vorschlag des schwedischen Archäobotaniker Mats Regnell das Mesolithikum in „Nusszeitalter umzubenennen. Es werden an den mesolithischen Fundstellen Unmengen an Nussschalen gefunden.

 

  • Spätestens seit dem Neolithikum die Menschen Haselhaine angelegt und über Generationen gepflegt haben?

 

  • Der Anteil der Haselnusssträucher am Bewuchs in Deutschland seit dem Mittelalter rückläufig ist?

Quellen:

„Welt im Wandel – Leben am Ende der letzten Eiszeit“  ( Archäologie in Deutschland Sonderheft 2016)

„Heilsam, Kleidsam. Wundersam – Pflanzen im Alltag der Steinzeitmenschen“ [vorallem der neolithischen Menschen – Anm. d. Hausherrn] ( Archäologie in Deutschland Sonderheft 2018)

„Geschichte des Waldes: Von der Urzeit bis zur Gegenwart“ – Hans Jörg Küster

 

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

3 Gedanken zu „Einige Informationen zur Haselnuss“

    1. Nein. Aber es wird davon abgeraten die blühenden Zweige abzuschneiden – auch wenn es schön aussieht. Ähnlich wie bei den Weiden.

      Leider bei uns in den brandenburgischen Wäldern oft kaputtgekürzt.

      1. Außerdem ist der Hasel die erste Bienenweide. Oft ist der Hasel das einzigste was die Bienen finden können wenn sie aus der Winterstarre erwachen. Die Weiden kommen meist erst später hinzu. Die Haselnuss ist eine Pollentracht (Tracht -ist die Gesamtheit der von Honigbienen verwendbaren Pollen, Nektar und Honigtau) mittlerer Güte. Wobei unter Imkern über die Bedeutung des Hasel zum Teil hefig gestritten wird. Auf jeden Fall: wer sich Sorgen um Honigbienen macht sollte Hasel und Weide behüten und schützen. Ich spreche gern die Leute an die ich beim schneiden von Zweigen für die Vase antreffe.
        Natürlich: für viele Allergiker ist der Haselpollen eine Qual.

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