“Hinter die Ohren schreiben”

Was man nicht vergessen soll (nach dem Willen anderer) soll man sich “hinter die Ohren schreiben”. Die Redensart verweist auf die nicht schriftliche Zeit. Oder zuminest die Zeit wo vieles im Rechtsgeschehen der einfachen Leute nicht schriftlich ablief. Diese Redensart meint das man sich also etwas gehörtes merken soll. In der Dorfgemeinschaft war wichtig das jeder wußte was Recht war. Und es war ganz wichtig dazu die junge Generation zu initiieren (Initation kommt aus der Antike und bedeutet die Zulassung zu Mysterien). So wurde z.B. in der fränkischen Rhön der junge Dorftschulze vom Alten wie folgt initiert: Zusammen mit den Ältesten des Dorfes ging man die Gemarkungsgrenze ab. Solche Grenzen wurden von markanten Bäumen, Felsen o.ä. markiert. An diesen markanten Punkten hielt die Gesellschaft an der junge Schulze bekam “zum Brause” einen Schluck Alkohol zu trinken und “zum Sause” einen Satz Ohrfeigen.

Die Ohrfeige kommt aus dem Niederdeutschen. Z.B. kennt auch das niederländische die ” oorveeg“. Wortursprung ist bei fegen/streichen zu suchen und deutet als den Bewegungsablauf der Hand an.

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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