Januar

Ianus – Danke Marcel für das Recht es hier zu zeigen.

Nun sind wir also im Januar angekommen und schauen mit seinem Namenspatron – dem römischen Gott Ianus – noch ein bisschen zurück in das alte Jahr und doch schon in das neue Jahr voraus.

Im übrigen ist dieser Gott nicht nur zwiespältig – weswegen man manchmal davon spricht, dies und jenes sei eine Ianusköpfige Sache- sondern er ist auch der Hüter des Kalenders (weswegen er die Tage in Form von Steinchen zählend dargestellt wird) auch mit den Jahreszeiten hat er es (weswegen er auf Münzen auch vierköpfig auftaucht). Ja es gibt sogar eine Kugel (die in Dalmatien gefunden wurde) wo auf allen Seiten sein Kopf zu sehen ist, er also zusätzlich auch nach oben und unten in Himmel und Hölle schaut.

Ianus – ist das Symbol das alle Dinge zwei Seiten haben und diese Seiten ihre Berechtigung. Eine geradezu monotheistische Sichtweise. Licht und Dunkel, Gott und der Teufel, es lohnt sich ein wenig darüber nachzudenken ob in dem vielfältigen Pantheon Roms der Monotheismus des Christentums nicht schon angelegt war und der Siegeszug des Christentums einem Wunsch nach geordneteren, einfacheren (wenn man so will) Verhältnissen entsprang.

Wenn jedes Ding zwei Seiten hat und wo Licht ist auch Schatten, dann bleibt mir nur mich von der Voraussschau kopfschüttelnd abzuwenden und es mit Rilke zu halten:


„Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.“

Ihr liebe Freunde und Bekannten – kommt gut durch dieses Jahr!

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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