Notnahrung Hagebutte

Diese Hagebutte schmeckte wirklich süss

Was macht die Hagebutte als Notnahrung so interessant? Das man Hagebutten essen kann weiß schließlich jedes Kind.Die Hagebutte steht seit alters her auf dem Speiseplan der Menschen. Schon in den Pfahlbausiedlungen am Bodensee fanden sich Kerne und Hinweise auf den gezielten Anbau. Was die Hagebutte so interessant macht, ist dass auch ihre überreifen Früchte nicht abfallen sondern am Strauch bleiben. Sie verderben auch nicht so schnell. Das Bild oben ist Mitte Februar aufgenommen. Die Nächte waren im zweistelligen Minusbereich und die Hagebutte war wirklich lecker. Die Hagebutte muss vor dem Essen entkernt werden. Die Kerne im Inneren haben feine Härchen, die -wenn sie in den Hals geraten – wirklich übel sind. Es dauert also etwas um 100Gramm zusammen zubringen. Diese haben rund 150 Kalorien, wobei je mehr Frost sie bekommen desto mehr Zucker wird gebildet (vereinfacht gesprochen) und so haben Hagebutten im Winter bis zu 200 Kalorien. Es gibt Notnahrung mit mehr Kalorien, gewiss. Aber die Hagebutte ist zusätzlich reich an Vitamin C und das macht sie interessant. Den Vitaminmangelerkrankung ist jenseits der Zivilisation immer ein Winterthema. Da sind wir dann auch beim Szenario: solange ich nur 2-3 Tage von der Zivilisation weg bin, ist Notnahrung ohnehin kein Thema, oder maximal ein Psychologisches. Reden wir aber wirklich vom langfristigen Überleben draußen, ist ein Fund wie der Hagebuttenstrauch unten wirklich ein Glückstreffer.

“Mein” Hagebuttenstrauch.

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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