Umpolung des Erdmagnetfeldes in nur 144 Jahren!

Magneteisenerzlagerstätte in Bergießhübel (Marie- Louise-Stollen)

Über die Umpolung des Erdmagnetfeldes habe ich mehrfach berichtet. Vor einiger Zeit schrieb die “Welt online” folgendes:

“Bislang ging man davon aus, dass die Übergangszeit einer Polumkehr einige Tausend Jahre dauert. Jetzt berichten Wissenschaftler von der National Taiwan University in Taipei, dass ein solcher Übergang auch sehr viel schneller vonstatten gehen kann – vor allem wenn es sich kurzfristige Polumkehrungen handelt, auch „Exkursionen“ genannt, die offenbar häufiger vorkommen.

Die Forscher unter Leitung von Chuan-Chou Shen hatten einen Stalagmiten aus der Sanxing-Höhle in der chinesischen Provinz Guizhou analysiert, die Magnetit enthalten. Die Änderungen des Erdmagnetfeldes haben sich dann in unterschiedlichen Richtungen der Magnetisierung in den Magnetit-Partikeln manifestiert.

Der Zeitraum, den die Forscher mit diesen Analysen abdecken konnten, war das Intervall 107.000 bis 91.000 Jahre vor der heutigen Zeit. In diesem Zeitfenster lag eine kurzfristige Polumkehr des Erdmagnetfeldes. Und die hatte sich damals, so berichten die Forscher in der Fachzeitschrift PNAS, innerhalb von nur 144 Jahren vollzogen”

Mich machte diese Meldung stutzig. Zum einen verlaufen geologische Prozesse unendlich langsam. Die Trägheit der flüssigen Masse in unserem Inneren sollte nicht unterschätzt werden, ist sie doch elementar dafür das wir auf einer soliden, festen Kruste leben können. Der zweite Aspekt sind die 144 Jahre. Diese Zahl (zwölf mal zwölf) spielt in unserer Metaphysik eine herausragende Rolle (z.B. in der  Offenbarung des Johannes). Die symbolische Bedeutung ist also nicht zu unterschätzen. Zum anderen: selten lässt sich ein Zeitpunkt so genau ermitteln. Erwartbar wäre eine Zeitdauer von –  bis gewesen.

Ich habe deswegen mit mehreren Geologen – darunter einer von der Bergakademie Freiberg – gesprochen. Im Magnetit des Erzgebirges und von Kiruna (Schweden)lässt sich das nicht nachvollziehen. Gerade der Magnetit von Berggießhübel ist sehr genau untersucht und weist keinerlei Auffälligkeit auf. Die Geologen bestärkten mich darin, die kurzfristige Umpolung skeptisch zu sehen.

 

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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