Zeichen im Wald – 3. Die Wegezeichen der Pfadfinder

Pfadfinderzeichen

Heute will ich die Reihe „Zeichen im Wald“ fortsetzen. Mehr als zwei Jahre sind seit dem letzten Beitrag vergangen. Das liegt an dem Stoff. Heute geht es um die Zeichen der Pfadfinder. Im Internet nachschlagen kann jeder dazu. Aber entspricht das was irgendwerz.B. bei Wikipedia geschrieben hat auch der tatsächlichen Verwendung? Ich habe dazu Drähte gesponnen, es hat sich gelohnt! Die Nutzung weicht zum Teil deutlich ab!

Danke Anne-Magdalena, Thomas-Paul und Jasmin für die Einblicke ins Pfadfinderleben! Euch dreien: Allzeit gut Pfad!

Ich beschränke mich nachfolgend auf unstrittige Zeichen. D.h. Zeichen die nicht unterschiedlich  gebraucht werden. Z.B. wird ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte für: „Aufgabe erfüllt“, „Ende“, „Warte hier“ oder aber auch „Bin nach Hause gegangen“ gebraucht. Eine sinnvolle Deutung ist für Außenstehende nicht möglich. Gleichfalls weggelassen habe ich alle Zeichen die nur eine Bedeutung im Geländespiel haben.

Wir sind damit schon mitten im Grundsätzlichen:

  • Die Zeichen können von Stamm zu Stamm variieren (Pfadfinder organisieren sich in Stämmen und Clans).
  • Zeichen werden mit Hilfe von Naturmaterialien g e l e g t, sie zu schreiben ist verpönt.
  • Sie sind offene Zeichen, sie sollen gesehen werden -> im Gegensatz zu den Gaunerzinken.
  • Die Zeichen finden auch Anwendung bei Geländespielen.
  • Der Empfänger soll die Botschaft zerstören, dass wird aber nicht immer gemacht.
  • Im Rahmen von Geländespielen werden auch falsche Zeichen gelegt um die Gegenpartei zu verwirren, woran diese zu erkennen sind wird vorher innerhalb der Spielpartei abgestimmt und ist i.d.R. für Außenstehende nicht erkennbar.

Let’s go:

Für eine Richtungsangabe verwenden Pfadfinder oder die “Spur” (oben). Wichtig! Es wird immer von dem Großen (in unseren Beispiel: Steine) zu den kleinen gegangen, so wie das naheliegende groß, dass Ziel am Horizont aber klein ist.
Falscher oder verbotener Weg
Falscher oder verbotener Weg. Anwendungsbeispiel
Gefahr! Nicht weitergehen! Dieses Zeichen ist tabu für Geländespiele und wird nur im Falle wirklicher Gefahr (z.B. durch umstürzende Bäume) verwendet. Wenn möglich soll durch eine zusätzliche “Spur” eine Umgehung angezeigt werden.
Trinkwasser( in Pfeilrichtung) Es soll ein Becher oder Tasse dargestellt werden. Mit Ästen gerät das oft zum Viereck.
Trinkwasser( in Pfeilrichtung) Anwendungsbeispiel
Kein Trinkwasser. Wenn möglich werden die Wellen des Zeichens “Trinkwasser” mit abgebildet und durch ein anders Material durchgestrichen.
Kein Trinkwasser! Anwendungsbeispiel
Lagerplatz in diese Richtung. Das Dreieck soll ein Zelt darstellen.
Jetzt wird es kompliziert. Das Zeichen bedeutet “Nachricht in vier Meter und in zwei Meter Höhe. Der Pfeil ist immer an der Seite wo die Erde ist. Wäre der Pfeil oben würde es bedeuten “Nachricht in zwei Meter und in vier Meter Tiefe” (jedoch nicht vergraben, dass würde eine Raute vor der Zahl andeuten, denkbar wäre z.B. ein Abbruch, wo man sich abseilen muss um an die Nachricht zu gelangen. Und – ja Pfadfinder lieben kompliziert – zumindest manchmal.
Das soll kein Kreis sondern eine Raute sein . Aus mir wird kein Maler mehr 😉 . Das Zeichen bedeutet: “Hier graben”

Die Zeichen der Pfadfinder sind das ausgefeilteste Zeichensystem das mir bisher bei den Zeichen im Wald begegnet ist. ich hoffe Euch hat dieser kleine Einblick Spaß gemacht.

Autor: Angtarion

"Si hortum in bybliotheca habes, deerit nihil" Marcus Tullius Cicero

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